Star-Album: Sepp Herberger  

  • Bundestrainer Sepp Herberger (vorn r.) beim Austeilen der Garderobe für die bevorstehende Fußball-WM in Chile.

    Einkleiden für die Reise zur WM 1962. Bundestrainer Sepp Herberger war überzeugt, auch diesmal wieder einen konkurrenzfähigen Kader dabei zu haben. Und so trat er die Reise nach Chile voller Zuversicht an. Rechte: dpa

  • Torhüter Wolfgang Fahrian hechtet auf dem Sportplatz der Militärschule in Santiago de Chile nach dem Ball.

    Für den ersten Zoff im deutschen Lager sorgte Herberger selbst schon vor dem ersten Spiel. Anstelle von Hans Tilkowski machte er den Neuling Wolfgang Fahrian zur Nummer eins im deutschen Tor. Tilkowski zertrümmerte daraufhin das Mobiliar seines Zimmers, und Herberger hatte gegen seine eigenen Grundsätze der Offenheit und Zuverlässigkeit verstoßen. Rechte: dpa

  • Sepp Herberger (M) unterhält sich mit zwei Offizieren, die dem Training der deutschen Fußballnationalmannschaft zuschauen.

    Auch das Quartier selbst sorgte für Unmut unter den deutschen Kickern. Herberger hatte die Mannschaft in einer Militärschule in Santiago de Chile hinter Mauern und Stacheldraht und schwer bewacht untergebracht. "Eine schreckliche Kaserne", grauste es Helmut Haller noch Jahre später. Rechte: dpa

  • Sepp Herberger nimmt mit einem Sonnenhut auf dem Kopf im Freien einen Imbiss zu sich.

    Während seine Spieler, die schon "in einer neuen Zeit" lebten, die Unterbringung eher missmutig betrachteten, war Herberger stolz darauf, das Gelände ausfindig gemacht zu haben und fühlte sich offensichtlich wohl. Rechte: dpa

  • Uwe Seeler (l) erzielt die 2:0-Führung gegen die Schweiz, deren Torhüter Elsener (r) in die falsche Ecke hechtet.

    Auch auf dem Rasen lief es nicht rund für die DFB-Auswahl. Dem 0:0 gegen Italien im Auftaktspiel folgte ein mühsamer 2:1-Sieg gegen die Schweiz. Rechte: dpa

  • Die deutschen Spieler laufen nach dem 2:0 gegen Chile jubelnd über den Rasen.

    Dank eines 2:0-Erfolges über Chile erreichte die deutsche Mannschaft das Viertelfinale. Dennoch war Herbergers defensive Taktik innerhalb der Mannschaft nicht unumstritten. Doch offen äußern wollte das niemand. Zumal Herberger mit der auf Zerstörung angelegten Spielweise voll im Trend dieser Weltmeisterschaft lag, die bis heute als die spielerisch schlechteste gilt. Rechte: dpa

  • Der jugoslawische Abwehrspieler Radakovic (r., mit Kopfverband) schießt zum 1:0 gegen Deutschland ein. Der deutsche Torhüter Wolfgang Fahrian wirft sich vergebens.

    Doch nach der 0:1-Niederlage im Viertelfinale gegen Jugoslawien wird der Unmut deutlicher. Herberger selbst sah den Grund für das Scheitern eher im Fehlen eine zentralen Figur à la Fritz Walter. Rechte: dpa

  • Sepp Herberger (r ) wird vor dem Rückflug der deutschen Nationalmannschaft von einem Uniformierten herzlich umarmt.

    Während die Verabschiedung in Chile sehr herzlich vonstatten ging, fiel die Begrüßung in Deutschland eher frostig aus. Die öffentliche Kritik am deutschen WM-Auftritt traf Herberger tief, zumal auch über seinen Rücktritt spekuliert wurde. Doch zunächst machte der Bundestrainer weiter. Rechte: dpa

  • DFB-Präsident Dr. Hermann Gössmann überreicht Sepp Herberger eine Nachbildung des Jules-Rimet-Cups, Weltmeisterpokal von 1954.

    Offiziell verabschiedet wird Sepp Herberger am 12.05.1964 im Niedersachsenstadion in Hannover. Das Länderspiel gegen Schottland endet 2:2, doch der "Chef" will mit einem Sieg abtreten. Den bekommt er. Am 7. Juni sitzt er beim 4:1-Sieg gegen Finnland in Helsinki zum letzten Mal auf der Bank. Rechte: dpa

  • Sepp Herberger im Gespräch mit Helmut Schön

    Zu seinem Nachfolger hatte Herberger selbst seinen langjährigen Assistenten Helmut Schön benannt. Doch Ruhestand war Herbergers Sache nicht. Und das Verhältnis zu Schön war in den kommenden Jahren alles andere als entspannt. Herberger habe, schreibt sein Biograf Jürgen Leinemann, mit Fragezeichen und spitzen Bemerkungen die „Neuerungen“ Schöns vermerkt. Rechte: dpa

  • Der ehemalige Fußball-Bundestrainer, Sepp Herberger, mit seiner Frau Eva (

    Nur zu Beginn seines Ruhestandes hatte Herberger so etwas wie ein Rentnerdasein verbracht. Mit seiner Frau Eva machte er eine Weltreise, doch dann beobachtete er das Geschehen im deutschen Fußball wieder wie eh und je. Bis zu seinem Tod. Herberger starb am 28. April 1977 im Alter von 80 Jahren. Rechte: dpa

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